Gedenk- und Lernort zum KZ-Außenlager Laagberg verschieben

Maßnahme: Selbstverständlich ist es wichtig und richtig, an die Opfer der NS-Herrschaft zu erinnern. Aber wir haben in Wolfsburg schon mehrere Gedenkstätten dafür, und im Stadtmuseum eine ganze Etage zum Thema der Zwangsarbeiter. Angesichts der desolaten Finanzsituation der Stadt und der schlechten finanziellen Zukunftsaussichten (Dieselkrise, Umstellung auf Elektromobilität, tausendfacher Personalabbau bei VW, Klimakrise) sollte die Errichtung eines Gedenk- und Lernortes zum KZ-Außenlager Laagberg zurückgestellt werden bis dafür die finanziellen Mittel vorhanden sind, anstatt sich dafür zu verschulden oder bei Kindergärten, Schulen, Klinikum oder Altenheimen noch mehr zu sparen. Die Folgekosten dieser Gedenkstätte (Personal, Bauunterhalt usw.) würden das strukturelle Defizit der Stadt auf Jahre hinaus noch weiter verschlimmern und den Sparzwang in anderen wichtigen Bereichen wie Kinder, Jugend, Soziales usw. weiter verstärken.

Bis finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, könnte das benachbarte Bürgerzentrum als Standort für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema nutzen. Hier könnten Workshops, Zeitzeugengespräche und ähnliches für Schulklassen, Gruppen und Bürger stattfinden. Hier könnten auch verschiedenen Vereine ihren Teil mittragen. Dies könnte ggf. zu einem tragfähigen Konzept für das Bürgerzentrum beitragen, ohne das hier wieder von der Stadt Personal angestellt werden muss.
#MehrInhalte-WenigerBeton!

Geschätzte Einsparung: 300.000,— Euro/einmalig

Eine Antwort auf „Gedenk- und Lernort zum KZ-Außenlager Laagberg verschieben“

  1. Die Überlegungen sind logisch und du machst einen guten Vorschlag, wie man dennoch Erinnerungskultur pflegen kann. Dennoch denke ich, dass man an dieser Stelle nicht sparen sollte. Gerade weil man aktuell in ganz Deutschland eine Erstarkung rechter Gedanken erlebt, sollte solch eine Gedenkstätte nicht aufgrund des schwachen Haushalts zurückgestellt werden. Ebensowenig wie man an Bildung sparen sollte, sollte man nicht an Erinnerungskultur sparen. Dies sind nachhaltige und gesellschaftlich essenzielle Investitionen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.