Ehrenamtspreis streichen

Maßnahme: Der neu geschaffene Wolfsburger Ehrenamtspreis geht daran vorbei, Ehrenamt wirklich zu fördern. Am Ende des Tages werden drei Personen dafür ausgezeichnet, was sie bisher getan haben. Die Botschaft ist nett, doch letzlich halte ich es für fragwürdig, ob die Preisträger sich nun aufgrund des Preises weiter engagieren oder dass jemand sich gerade jetzt engagiert, weil er oder sie einen Bericht über die Preisverleihung gesehen hat.

Die geschätzten Kosten ergeben sich vermutlich aus der Preisverleihungsveranstaltung sowie der Werbung im Vorfeld. Gefühlt an jeder zweiten Bushaltestelle war Werbung für den Preis zu lesen.

Die eingebrachten (vor allem personellen) Ressourcen können lieber dafür verwendet werden, ehrenamtliche Strukturen (direkt) zu unterstützen bzw. darauf hinzuwirken, dass Ehrenamt, Familie und Beruf miteinander vereinbart werden können.

Geschätzte Sparsumme: 7.500,– Euro

Juleica-Couponheft

Maßnahme: Jährlich wird das Heft mit den Ermäßigungen für jede*n Juleicainhaber*in als Heft gedruckt und versand. Diese Kosten für Versand und Druck könnte die Stadt einsparen bzw. reduzieren, indem sie die Coupons auf eine oder zwei DIN-A4 Seiten druckt. Das spart auch Porto. Für die Zukunft könnte auch eine App, die analog zum bisherigen Modell des Printheftes läuft geprüft werden. Und dadurch zugleich einen Schritt nachhaltigiger werden. Zudem bieten sich durch so eine App noch mehr Möglichkeiten das Engagement der ehrenamtlichen Juleicainhaber*in zu fördern, durch zum Beispiel spontane, kurzzeitige Angebote der Ermäßigungen.

Geschätzte Einsparung: 1.000,– Euro

Nutzungsdauer – Modulbauten anpassen

Maßnahme: Modulbauten (z.B. die Kindertagesstätten in der 5+2 Variante im Stralsunder Ring oder auf dem Gelände der Porsche-Real-Schule) werden in der Berechnung mit einer Nutzungsdauer von 14 Jahren berechnet, obwohl davon auszugehen ist, dass sie mindestens 20 Jahre (Aussage Hachbauverwaltung), wenn nicht sogar länger genutzt werden. Geht man von einer 20-jähringen Nutzung aus, verringern sich die Kapitalfolgekosten sowie die Abschreibung. Dies mindert zwar nicht die Kosten der Gebäude, die Kosten werden jedoch auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt und entlasten den laufenden Haushalt. Am Beispiel der Kita´s würde dies jährliche Minderkosten von bis zu 750.000,– Euro ausmachen.

Geschätzte Einsparung: 250.000,– Euro

Individualbau von Kita´s einschränken

Maßnahme: Die Qualität einer Kindertagesstätte hängt primär von den Inhalten und nur sekundär von der Gebäudehülle ab. Unsere City-Kita bietet tolle Räume und hat wesentlich weniger gekostet, wie ein Architektenhaus. Man sieht dem Haus nicht an, dass es aus Containern zusammen gesetzt ist, weder außen noch innen. Im Verhältnis zu skadinavischen Holzhäusern steht die Kita in nichts nach.

Geschätzte Einsparung: 750.000,– Euro

Anmerkung: Der Vorschlag enthielt keine Einsparsumme. Wir haben daher eine pauschale Einsparung von 500,–/Qm bei einer durchschnittlichen Baufläche von 1.500 Qm pro Kita angenommen.