Schulbezirke (wieder) einführen

Maßnahme: Aktuell kann man sein Kind unabhängig vom Wohnort in jeder Schule in Wolfsburg anmelden. Durch die (Wieder-)Einführung von Schulbezirken ist der Busverkehr besser zu planen und es müssen nicht immer zusätzlich Klassen aufgemacht werden.
Geschätze Einsparsumme: 40.000,– Euro

Ortsstruktur überdenken

Maßnahme: Wolfsburg hat sich mit der EIngemeindung der umliegenden Dörfer in den 70er Jahren zu einer Stadt gemausert. DIeser Schritt wurde mit Einfluss (Ortsräte) und Geld (Einrhcutngen und Angebote) erkauft. Ein Großteil dieser Dörfer hat heute zwischen 1000 und 2500 Einwohner, die alle (der größte Teil) über einen Ortsrat, eine Sportplatz, eine Feuerwehr, ggf. Schule, Mehrzweckhalle oder Dorfgemeinschaftshaus verfügen. EIne Infrastruktur, die man in den Landkreisen Gifhorn oder Helmstedt in vergleichbar großen Dörfern nicht findet. Zudem haben eine Reihe von Vereinen und Feuerwehren, aber auch Ortsräte Probleme damit Nachwuchs zu finden (die Gesellschaftsstruktur, die Anforderungen an Arbeitsnehmen und Familie habe isch verändert).
Ich halte nicht viel von Zwang, um sich von einmal erworbenen zu trennen. Daher sollte ein Anreizsystem geschaffen werden, welches die Zusammenarbeit belohnt. Als Beispiel: Wenn sich zwei Sportvereine zusammen schließen, erhalten sie den Erlös aus dem Verkauf des einen Geländes/Struktur für die Entwicklung des anderen Standortes zur Verfügung gestellt. So könnten Bauflächen entstehen und die Infrastruktur bzw. der Angebotsrahmen verbessert werden. Zugleich müssen weniger Einrichtungen durch die Stadt erhalten werden.
Gleiches ist in anderen Bereich denkbar. Hier könnten aus meinem Verständnis gemeinsame Dorfkonferenzen den Dialog und die Ideenfindung fördern. Die Menschen müssen dabei ins Gespräch kommen und nicht primär die Politik, damit nicht der Macht- und Strukturerhalt den Diskurs prägt.
Ich kann nicht sagen, ob ein solches Modell in der aktuellen Zeit schon denkbar ist und wie schnell sich daraus Synergien ergeben, daher setze ich die EInsparung mal „nur“ mit 1000 Euro an.
Geschätzte Einsparung:
1.000,– Euro

Gedenk- und Lernort zum KZ-Außenlager Laagberg verschieben

Maßnahme: Selbstverständlich ist es wichtig und richtig, an die Opfer der NS-Herrschaft zu erinnern. Aber wir haben in Wolfsburg schon mehrere Gedenkstätten dafür, und im Stadtmuseum eine ganze Etage zum Thema der Zwangsarbeiter. Angesichts der desolaten Finanzsituation der Stadt und der schlechten finanziellen Zukunftsaussichten (Dieselkrise, Umstellung auf Elektromobilität, tausendfacher Personalabbau bei VW, Klimakrise) sollte die Errichtung eines Gedenk- und Lernortes zum KZ-Außenlager Laagberg zurückgestellt werden bis dafür die finanziellen Mittel vorhanden sind, anstatt sich dafür zu verschulden oder bei Kindergärten, Schulen, Klinikum oder Altenheimen noch mehr zu sparen. Die Folgekosten dieser Gedenkstätte (Personal, Bauunterhalt usw.) würden das strukturelle Defizit der Stadt auf Jahre hinaus noch weiter verschlimmern und den Sparzwang in anderen wichtigen Bereichen wie Kinder, Jugend, Soziales usw. weiter verstärken.

Bis finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, könnte das benachbarte Bürgerzentrum als Standort für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema nutzen. Hier könnten Workshops, Zeitzeugengespräche und ähnliches für Schulklassen, Gruppen und Bürger stattfinden. Hier könnten auch verschiedenen Vereine ihren Teil mittragen. Dies könnte ggf. zu einem tragfähigen Konzept für das Bürgerzentrum beitragen, ohne das hier wieder von der Stadt Personal angestellt werden muss.
#MehrInhalte-WenigerBeton!

Geschätzte Einsparung: 300.000,— Euro/einmalig

Dorfgemeinschafthaus Velstove in alte Schule statt Neubau

Maßnahme: In Velstove (nur 1.200 Einwohner) soll ein Dorfgemeinschaftshaus als Neubau errichtet werden, während das ehemalige Schulgebäude weitgehend leer steht und nur gelegentlich von der Feuerwehr für Veranstaltungen genutzt wird. Es sollte doch genügen, dieses Gebäude als Dorfgemeinschaftshaus auszubauen, das auch weiterhin die Feuerwehr für ihre Veranstaltungen nutzen kann, statt einen Neubau zu errichten. Das würde vielleicht die Hälfte kosten.

Geschätzte Einsparsumme: 500.000,– Euro/einmalig

Cube-Gebäude am Bahnhof verkaufen

Maßnahme: Das Gebäude steht nur rum (außer Repair Cafe) und war wohl eine Fehlinvestition. So kostet es der Stadt nur Unterhalt. Verkauft es an einen Unternehmer, z.B. Gastronomie und nehmt in Folge auch noch Gewerbesteuern ein. Ganz oben könnte der Raum als teure Penthouse Wohnung verkauft werden.

Geschätzte Mehreinnahmen: 400.000,– Euro (einmalig)

Bürgersprechstellen/Bücherbus

Maßnahme: Die Schliessung der Bürgersprechstellen in den Ortsteilen.
Wenn man z.B. die sprechstelle in Neuhaus schliesst und das Angebot z.b. in Vorsfelde ausweitet, könnte man das Notwendigste (Ausgabe der gelben Säcke) auch über den Bücherbus, welcher in die jeweiligen Ortsteile fährt weiter realisiert werden.

Geschätze Einsparung:
100.000,– Euro

Keine zweite Feuerwache

Maßnahme: Momentan wird in Wolfsburg über eine zweite Feuer- und Rettungswache mit dem Standort im Heinenkamp debattiert. Das die Wache der Berufsfeuerwehr heruntergekommen ist steht außer Frage. Jedoch ist das in meinen Augen kein Anliegen eine zweite Wache zu bauen. Die vorgegebene Hilfsfrist kann theoretisch mit den Freiwilligen Feuerwehren in der Umgebung erfüllt werden. Wenn man das mit einer anderen Großstadt mal vergleicht erschließt sich mir die Notwendigkeit dieses Neubau nicht. Ab 100.000 Einwohnern wird gesetzlich eine Berufsfeuerwehr zusätzlich zu Freiwilligen Feuerwehren. So hat die Berufsfeuerwehr Braunschweig auf über 250.000 Einwohnern 2 Standorte und eine wesentlich kompliziertere Infrastruktur als Wolfsburg und kommt damit ziemlich gut klar. Würde man die freiwilligen Feuerwehren in Wolfsburg also modernisieren, unzwar nicht nur die Fahrzeuge sondern auch die Geratehäuser, würde man diese erstmal attraktiver für neue und alte Mitglieder machen und damit dann auch bessere Personalstärken haben. Fazit für mich Persönlich: Eine zweite Feuerwache ist in meinen Augen nicht sinnvoll. Die Freiwilligen Feuerwehren in dem entsprechenden Gebiet sind stark aufgestellt und gut ausgebildet. Diese können zusammen den Brandschutz und die Hilfeleistungen im ersten Angriff ohne Probleme ableisten. Dann kann die Berufsfeuerwehr auch mal fünf Minuten länger brauchen. Denn die Hilfe ist ja bereits da. Was allerdings Sinn machen würde, wäre eine reine Rettungsdienst Außenstelle im Heinenkamp. Denn diese sind meinst häufiger und dringender Benötigt.

Geschätzte Einsparung: 2.000.000,– Euro

Nutzungsdauer – Modulbauten anpassen

Maßnahme: Modulbauten (z.B. die Kindertagesstätten in der 5+2 Variante im Stralsunder Ring oder auf dem Gelände der Porsche-Real-Schule) werden in der Berechnung mit einer Nutzungsdauer von 14 Jahren berechnet, obwohl davon auszugehen ist, dass sie mindestens 20 Jahre (Aussage Hachbauverwaltung), wenn nicht sogar länger genutzt werden. Geht man von einer 20-jähringen Nutzung aus, verringern sich die Kapitalfolgekosten sowie die Abschreibung. Dies mindert zwar nicht die Kosten der Gebäude, die Kosten werden jedoch auf einen längeren Zeitraum aufgeteilt und entlasten den laufenden Haushalt. Am Beispiel der Kita´s würde dies jährliche Minderkosten von bis zu 750.000,– Euro ausmachen.

Geschätzte Einsparung: 250.000,– Euro

Container kaufen

Maßnahme: In den vergangenen Jahrzehnten wurden durch die Stadt Wolfsburg verschiedenste Raumcontainer / Modulbauten gemietet. Die Mieten haben in Teilen den Beschaffungswert überschritten. Durch einen Kauf mittels Restwert könnten Kosten eingespart werden.

Geschätze Einsparung: 50.000,– Euro