Weihnachtsfeier für ehemalige Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Maßnahme: Letze Woche (KW 51), fand zum wiederholten Male die Senioren Weihnachtsfeier der ehemaligen der Stadt Wolfsburg statt. Dies ist meiner Meinung nach eine „Relikt aus der Vergangenheit“, ich kenne keinen Arbeitgeber der heute noch solche Veranstaltungen durchführt. Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass Herr Mohr bei der Ansprache den Teilnehmern die Information gegeben haben soll, dass die Veranstaltung von der Streichliste entfernt ist.  Hat Herr Mohrs die Befugnisse bei der Sparrunde , um  solch eine Zusage geben zu können?

Eine Einspar-Summe ist leider nicht einschätzbar, da nicht bekannt ist ob die Verwaltung Miete für den Congresspark bezahlen muss. Des Weiteren ist die Anzahl der Teilnehmer unbekannt – aber die Veranstaltung soll sehr gut besucht sein.
Aus meiner beruflichen Erfahrung als Event Managerin sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
Zusätzlich  den Bewirtungskosten (geschätzt 20€/Person) kommen zudem die Kosten für
– eigenes Personal zur Vorbereitung / Nachbereitung der Veranstaltung
– (externers) Personal für die Bewirtung
– kosten für Technik (Tonanlage und ggf. GEMA Gebühren für Musik)
– ggf. Sicherheitskräfte für den Einlass
– ggf. Feuerwehrmitarbeiter
– ggf. erste Hilfe Kräfte

Geschätzte Einsparsumme: k.a.

Verwaltungsaufwand für Pensionäre reduzieren

Maßnahme: Mein Mann war Kommunalbeamter bei der Stadt Wolfsburg. Jeden Monat bekomme ich eine Gehaltsabrechnung. Es würde doch reichen nur 1-2 mal jährlich eine Abrechnung zu bekommen oder wenn sich der Betrag geändert hat. Bei der Landesregierung wird so verfahren.
Geschätzte Einsparsumme: 2.000,– Euro

Stärkere Vernetzung städtische Institutionen

Maßnahme: Indem sich die städtischen Institutionen stärker vernetzen, können Ressourcen für Projekte gebündelt und geteilt werden.
Beispiel 1: Bevor sich jedes Jugendhaus eine umfassende digitale Ausstattung für Gaming anschafft, könnten Konsolen und Spiele durch die Häuser rotieren.
Beispiel 2: Bevor Räume für Veranstaltungen extern angemietet werden, können vorhandene Räume in den städtischen Kulturhäusern (wie Alvar-Aalto-Haus) mietfrei genutzt werden.
Beispiel 3: Bevor teure externe Honorarkräfte für Beratung und Betreuung bei Projekten bezahlt werden, können interne Kräfte generiert werden.
Geschätzte Einsparsumme: 10.000,– Euro

Weniger Flyer drucken

Maßnahme: Beispielsweise im Bildungsbereich werden massenhaft Hochglanz-Farbdruck-Flyer (z. B. zum „Wolfsburger Bildungsverständnis“, Veranstaltungen des Bildungsbüros u. ä.) produziert (Personalkosten!), gedruckt (Materialkosten!) und versendet (Porto- und Verpackungskosten!), die inhaltlich wenig informativ sind und an den Interessen der Zielgruppen vollkommen vorbeigehen, da diese im Vorfeld nicht abgefragt werden. Leider landet der Großteil dieser Flyer im Müll (Umweltschutz, Entsorgungskosten). Sofern man den Inhalt trotz geringen Interesses der Zielgruppen verbreiten möchte, wäre dies auch digital möglich, so dass nur die Personalkosten für die Erstellung blieben.

Geschätzte Einsparsumme: 25.000,– Euro

Gedenk- und Lernort zum KZ-Außenlager Laagberg verschieben

Maßnahme: Selbstverständlich ist es wichtig und richtig, an die Opfer der NS-Herrschaft zu erinnern. Aber wir haben in Wolfsburg schon mehrere Gedenkstätten dafür, und im Stadtmuseum eine ganze Etage zum Thema der Zwangsarbeiter. Angesichts der desolaten Finanzsituation der Stadt und der schlechten finanziellen Zukunftsaussichten (Dieselkrise, Umstellung auf Elektromobilität, tausendfacher Personalabbau bei VW, Klimakrise) sollte die Errichtung eines Gedenk- und Lernortes zum KZ-Außenlager Laagberg zurückgestellt werden bis dafür die finanziellen Mittel vorhanden sind, anstatt sich dafür zu verschulden oder bei Kindergärten, Schulen, Klinikum oder Altenheimen noch mehr zu sparen. Die Folgekosten dieser Gedenkstätte (Personal, Bauunterhalt usw.) würden das strukturelle Defizit der Stadt auf Jahre hinaus noch weiter verschlimmern und den Sparzwang in anderen wichtigen Bereichen wie Kinder, Jugend, Soziales usw. weiter verstärken.

Bis finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, könnte das benachbarte Bürgerzentrum als Standort für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema nutzen. Hier könnten Workshops, Zeitzeugengespräche und ähnliches für Schulklassen, Gruppen und Bürger stattfinden. Hier könnten auch verschiedenen Vereine ihren Teil mittragen. Dies könnte ggf. zu einem tragfähigen Konzept für das Bürgerzentrum beitragen, ohne das hier wieder von der Stadt Personal angestellt werden muss.
#MehrInhalte-WenigerBeton!

Geschätzte Einsparung: 300.000,— Euro/einmalig

Friedhofsflächen verkleinern

Maßnahme: Durch den Trend weg von der Erdbestattung und hin zur Urnenbestattung sind bereits viele ehemalige Grabflächen auf dem Waldfriedhof (ob das auf den anderen städtischen Friedhöfen auch so ist weiß ich nicht) leer, müssen aber weiter gärtnerisch gepflegt werden. Nach Ablauf der Ruhefristen könnte der Friedhof verkleinert werden oder zumindest die leeren Flächen der Natur überlassen werden, das würde Pflegekosten bei der Friedhofsgärtnerei sparen.

Geschätzte Einsparsumme: 25.000,– Euro

Ortsräte auflösen und Regionsräte bilden

Maßnahme: Nahezu jedes Dorf in Wolfsburg hat einen Ortsrat, der nur wenig zu melden hat. Statt den vielen Ortsräten, die ja auch alle Sitzungen haben und durch das Rathaus betreut werden, sollten vier oder fünf Regionsparlamente gegründet werden (Ost/West/Süd/Nord/Mitte). So wird es auch einfacher für die Regionsräte Leute zu finden. Zudem sollte man diese Räten dann auch mehr Kompetenzen zuordnen, damit das keine zahnlose Tiger sind wie die jetzigen Ortsräte!

Geschätzte Einsparung: 20.000,– Euro

Bürgersprechstellen/Bücherbus

Maßnahme: Die Schliessung der Bürgersprechstellen in den Ortsteilen.
Wenn man z.B. die sprechstelle in Neuhaus schliesst und das Angebot z.b. in Vorsfelde ausweitet, könnte man das Notwendigste (Ausgabe der gelben Säcke) auch über den Bücherbus, welcher in die jeweiligen Ortsteile fährt weiter realisiert werden.

Geschätze Einsparung:
100.000,– Euro

Stellenausschreibungen zusammenfassen

Maßnahme: Wer die Zeitung am Wochenende aufschlägt, findet dort u.a. die Stellenanzeigen der Stadt Wolfsburg. Anstatt für jede Stelle einzelne Anzeigen zu schalten, sollten alle offenen Stellen jeweils in einer Anzeige zusammen gefasst werden (also z.B. die Stadt sucht Maurer für Bauhof, Beamte fürs X-Amt, und Erzieher für Kita-Y *w/m/d) und auf die Internetseite der Stadt verwiesen werden. Die konkrete Ausschreibung kann dann auf der Internetseite veröffentlicht werden. Auch bei Leitungsfunktionen ist dieses Verfahren ausreichend.

Geschätzte Einsparung: 10.000,– Euro

Einsatz von Headhuntern verbieten

Maßnahme: Die Stadt gibt je nach zu besetzenden Stellen zwischen 50.000 Euro und 150.000 Euro für Headhunter zur Besetzung von Spitzenpositionen im Jahr aus. Dies sollte unterbunden werden.

Anstelle des Einsatzes von entsprechenden Agenturen und Dienstleistern sollte z.B. im Personalwesen eine Stelle geschaffen werden, die Kontakte (Fachpublikationen, Tagungen, Fortbildungen) der jeweiligen Bereiche strukturiert auswertet und aufbereitet. So können interne Potentiale besser gefunden und externe Kontakte der Mitarbeitenden zur Aquise von Personal genutzt werden.

Geschätzte Einsparung: 50.000,– Euro