Weihnachtsfeier für ehemalige Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Maßnahme: Letze Woche (KW 51), fand zum wiederholten Male die Senioren Weihnachtsfeier der ehemaligen der Stadt Wolfsburg statt. Dies ist meiner Meinung nach eine „Relikt aus der Vergangenheit“, ich kenne keinen Arbeitgeber der heute noch solche Veranstaltungen durchführt. Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass Herr Mohr bei der Ansprache den Teilnehmern die Information gegeben haben soll, dass die Veranstaltung von der Streichliste entfernt ist.  Hat Herr Mohrs die Befugnisse bei der Sparrunde , um  solch eine Zusage geben zu können?

Eine Einspar-Summe ist leider nicht einschätzbar, da nicht bekannt ist ob die Verwaltung Miete für den Congresspark bezahlen muss. Des Weiteren ist die Anzahl der Teilnehmer unbekannt – aber die Veranstaltung soll sehr gut besucht sein.
Aus meiner beruflichen Erfahrung als Event Managerin sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
Zusätzlich  den Bewirtungskosten (geschätzt 20€/Person) kommen zudem die Kosten für
– eigenes Personal zur Vorbereitung / Nachbereitung der Veranstaltung
– (externers) Personal für die Bewirtung
– kosten für Technik (Tonanlage und ggf. GEMA Gebühren für Musik)
– ggf. Sicherheitskräfte für den Einlass
– ggf. Feuerwehrmitarbeiter
– ggf. erste Hilfe Kräfte

Geschätzte Einsparsumme: k.a.

Bürgermagazin einstellen!

Maßnahme: Die Tage war wieder dieses Bürgermagazin im Briefkasten. Das Ding kommt zweimal im Jahr raus. Ausser Terminen ist da nur toll.toll.toll drin. Alles ist toll. Darauf ich bestens verzichten. 50 Cent pro Magazin x 60000 Auflage x 2 Ausgaben = 60.000,– €!
Geschätze Einsparsumme: 60.000,– Euro

Weniger Flyer drucken

Maßnahme: Beispielsweise im Bildungsbereich werden massenhaft Hochglanz-Farbdruck-Flyer (z. B. zum „Wolfsburger Bildungsverständnis“, Veranstaltungen des Bildungsbüros u. ä.) produziert (Personalkosten!), gedruckt (Materialkosten!) und versendet (Porto- und Verpackungskosten!), die inhaltlich wenig informativ sind und an den Interessen der Zielgruppen vollkommen vorbeigehen, da diese im Vorfeld nicht abgefragt werden. Leider landet der Großteil dieser Flyer im Müll (Umweltschutz, Entsorgungskosten). Sofern man den Inhalt trotz geringen Interesses der Zielgruppen verbreiten möchte, wäre dies auch digital möglich, so dass nur die Personalkosten für die Erstellung blieben.

Geschätzte Einsparsumme: 25.000,– Euro

Abfuhrtermine als APP und nicht als Kalender

Maßnahme: Anstatt jedes Jahr für jeden Haushalt mindestens einen Entsorgungsplaner zu drucken und zu verteilen, könnten die Termine auch in einer App vermerkt werden. Innerhalb dieser App könnten Nutzer ihre Straße eintragen und automatisch an kommende Leerungstermine erinnert werden oder eine Übersicht aller Termine angezeigt bekommen. Wer möchte, kann sich „seine“ Termine auch ausdrucken. Damit könnte man Papier-/Druckkosten sparen und einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Zusätzlich wird den „digitalen“ Bürgern ein Mehrwert durch die Erinnerungsfunktion geschaffen.

Geschätzte Einsparsumme: 30.000,– Euro

Ehrenamtspreis streichen

Maßnahme: Der neu geschaffene Wolfsburger Ehrenamtspreis geht daran vorbei, Ehrenamt wirklich zu fördern. Am Ende des Tages werden drei Personen dafür ausgezeichnet, was sie bisher getan haben. Die Botschaft ist nett, doch letzlich halte ich es für fragwürdig, ob die Preisträger sich nun aufgrund des Preises weiter engagieren oder dass jemand sich gerade jetzt engagiert, weil er oder sie einen Bericht über die Preisverleihung gesehen hat.

Die geschätzten Kosten ergeben sich vermutlich aus der Preisverleihungsveranstaltung sowie der Werbung im Vorfeld. Gefühlt an jeder zweiten Bushaltestelle war Werbung für den Preis zu lesen.

Die eingebrachten (vor allem personellen) Ressourcen können lieber dafür verwendet werden, ehrenamtliche Strukturen (direkt) zu unterstützen bzw. darauf hinzuwirken, dass Ehrenamt, Familie und Beruf miteinander vereinbart werden können.

Geschätzte Sparsumme: 7.500,– Euro

Weihnachtsbeleuchtung hängen lassen oder verzichten

Maßnahme: Einfach mal die Weihnachtsbeleuchtung hängen lassen oder darauf verzichten. Im November und Januar ist jeweils ein Fachfirma tagelang mit technischem Gerät im Einsatz um den Auf- und Abbau zu bewerkstelligen.

Geschätzte Einsparsumme: 50.000,– Euro

Katalog bei Kunstpreis online

Maßnahme: Im letzten Kulturausschuss wurde der Kunstpreis „Junge Stadt sieht Junge Kunst“ beschlossen. Ich finde es gut, junge Künstlern eine Chance zu geben und sie eine Ausstellung zu machen. Den Druck eines Kataloges halte ich jedoch für überflüssig. Stattdessen kann man ne Agentur mit nem WordPress beauftragen und hat die Infos gleich auf dem Handy dabei. So verrotet der Katalog nicht in Regalen oder im Keller des Stadtarchis… Das kostet 5000 anstatt 35000 Euronen.

Geschätze Einsparsumme: 30.000,– Euro

Werbung für Engagementspreis streichen

Maßnahme: Mir stehen die Fragezeichen in den Augen, ob dieser Engagementspreis irgendeinen hinter dem Ofen vorlockt. Außer schönen Pressebildern mit dem Bürgermeister kommt da doch nix bei rum. Das dieser Preis jetzt aber auch noch überall in der Stand an den Busshaltestellen beworben wird, finde ich einfach den Hammer!! Für unsere Aktionen in der FFW müssen wir die bedruckten Shirts selber kaufen und da werden die Tausender für Werbefirmen raus gehauen. Das geht an der ReaLität vorbei!!! #dubistunbezahlbar #wolfsburgunfassbar

Geschätze Sparsumme: 10.000,– Euro

Stellenausschreibungen zusammenfassen

Maßnahme: Wer die Zeitung am Wochenende aufschlägt, findet dort u.a. die Stellenanzeigen der Stadt Wolfsburg. Anstatt für jede Stelle einzelne Anzeigen zu schalten, sollten alle offenen Stellen jeweils in einer Anzeige zusammen gefasst werden (also z.B. die Stadt sucht Maurer für Bauhof, Beamte fürs X-Amt, und Erzieher für Kita-Y *w/m/d) und auf die Internetseite der Stadt verwiesen werden. Die konkrete Ausschreibung kann dann auf der Internetseite veröffentlicht werden. Auch bei Leitungsfunktionen ist dieses Verfahren ausreichend.

Geschätzte Einsparung: 10.000,– Euro

Einsatz von Headhuntern verbieten

Maßnahme: Die Stadt gibt je nach zu besetzenden Stellen zwischen 50.000 Euro und 150.000 Euro für Headhunter zur Besetzung von Spitzenpositionen im Jahr aus. Dies sollte unterbunden werden.

Anstelle des Einsatzes von entsprechenden Agenturen und Dienstleistern sollte z.B. im Personalwesen eine Stelle geschaffen werden, die Kontakte (Fachpublikationen, Tagungen, Fortbildungen) der jeweiligen Bereiche strukturiert auswertet und aufbereitet. So können interne Potentiale besser gefunden und externe Kontakte der Mitarbeitenden zur Aquise von Personal genutzt werden.

Geschätzte Einsparung: 50.000,– Euro